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Cleanzone 2017: Weltraumforschung, Digitalisierung und internationaler Austausch sind Top-Themen der Reinraumbranche

11.10.2017

Der Markt für Reinraumtechnik gehört zu den am schnellsten wachsenden Märkten. Zahlreiche Industrien fertigen im Reinraum oder zumindest unter kontrollierten Bedingungen.

Die Treiber dieser Entwicklung sind die Verkleinerung der Bauteile, die Digitalisierung und Technisierung der Produkte sowie die höheren Anforderungen an Qualität und Sicherheit. Innovationen und Trends für die moderne reine Produktion präsentiert die Industrie auf der Cleanzone am 17. und 18. Oktober 2017 in Frankfurt am Main. 64 Unternehmen* aus zwölf Ländern zeigen dort zwei Tage lang ihre Neuheiten.

Was die Cleanzone ausmacht, beschreibt Professor Gernod Dittel, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Reinraum Instituts: „Die Cleanzone ist in Deutschland die wichtigste interdisziplinäre Fachmesse für Reinraumtechnologie. Interdisziplinär bedeutet, dass Reinraumtechnik in ihren vielen verschiedenen Einsatzgebieten zu sehen ist. Interdisziplinär bedeutet auch, dass sich auf dem Messegelände nicht nur Fachleute der Reinraumtechnik treffen, sondern Besucher aus vielen Branchen: von der Mikroelektronik über Fahrzeugbau und Raumfahrt sowie Pharmazie, Kliniken, Apotheken bis hin zu Lebensmittelverarbeitung.“

Ein besonderer Fokus der Reinraummesse liegt auf Innovationen und dem Austausch zwischen Forschung, Entwicklung und Produktion. Neben dem Cleanroom Award gibt es erstmals mit Cleanzone Campus ein Areal, auf dem sich Forschungsinstitute und Hochschulen präsentieren. Frank Duvernell, Geschäftsführer der ReinraumAkademie und Partner der Fachmesse, führt aus: „Die Cleanzone ist Wissensplattform, Expertentreffpunkt und Innovationsforum in einem. Kaum eine Branche kommt ohne neue Ideen und Innovationen aus und die  Reinraumbranche ganz und gar nicht. Um technologische Exzellenz zu erreichen, unterstützt die Cleanzone die Vernetzung von Experten, Zulieferern und Anwendern.“

Zu den Innovationstreibern in der Branche zählt die Weltraumforschung, da dort die Anforderungen an die Qualität und den Herstellungsprozess besonders hoch sind. Daher ist „Reinraum und Weltall“ eines der Top-Themen der Cleanzone 2017. Airbus Defence and Space baut im Moment in der Nähe von Friedrichshafen am Bodensee eines der modernsten Satellitenintegrationszentren mit immensen Anforderungen an den Reinraum, denn dort werden Satelliten mit einer Größe von bis zu 15 Metern zusammengebaut und getestet. Am 18. Oktober berichten Christopher Hess, Airbus Defence and Space, der Architekt Lukas Holzinger und der wissenschaftliche Berater Professor Gernod Dittel auf der Cleanzone über das Großprojekt. Ein weiteres Space-Highlight auf der Fachmesse ist der Keynote-Vortrag von Dr. Axel Müller vom Raumfahrtunternehmen OHB auf dem Cleanzone Kongress. Das OHB Raumfahrtzentrum „Optik & Wissenschaft“ bei München ist an vielen Missionen von ESA und DLR zur Erdbeobachtung, astronomischen Raumfahrt und planetaren Erkundungen beteiligt. Für die hier eingesetzten Instrumente gelten die höchsten Reinheitsanforderungen.

Die Digitalisierung spielt auf der Cleanzone eine große Rolle und ist das zweite Top-Thema. Wie die digitale Welt unsere Geschäftsmodelle in Zukunft verändert, führt Dr. Marc Thom, Sony Mobile, auf dem Cleanzone Kongress aus. Durch die Digitalisierung lassen sich die Prozesse im Reinraum wie die Überwachung der vorgeschriebenen Partikel- oder Keimkonzentrationen vereinfachen und in Echtzeit durchführen. Hier zeigt die Industrie auf der Fachmesse innovative Lösungen, unter anderem eine App, mit der der Betreiber sofort eine Nachricht auf das Smartphone erhält, wenn die Partikelkonzentration überschritten wird. Ein weiteres Highlight sind digitale Simulationen, die eine große Verbesserung beim Aufspüren von möglichen Ursachen für Kontaminationen darstellen. Hierzu werden mit Hilfe von CFD (Computational fluid dynamics simulations) die Luftströme im Reinraum mathematisch berechnet und dargestellt, was dank der heutigen Rechnerleistungen relativ schnell geht. Das lange Suchen nach möglichen Fehlerquellen gehört damit der Vergangenheit an.

Weitere innovative Highlights auf der Cleanzone sind flexible Lösungen für Unternehmen, die schnell oder nur auf Zeit einen Reinraum benötigen. Vorgestellt werden beispielsweise ein aufblasbares textiles Reinraumzelt, das in eine beliebige Halle passt oder ein Container, in dem auf kleinstem Raum umweltfreundlich und flexibel gefertigt werden kann.

Um Qualitätsstandards über die Landesgrenzen aufrechtzuerhalten und sich mit innovativen Technologien im Ausland zu profilieren, ist der internationale Austausch besonders wichtig. Ruth Lorenz, Bereichsleiterin Technology bei der Messe Frankfurt sieht darin eine weitere wichtige Aufgabe der Fachmesse: „Mit der Cleanzone bieten wir der Branche eine Plattform, um sich mit Geschäftspartnern aus der ganzen Welt auszutauschen. Neben Innovation und Interdisziplinarität ist das der dritte zentrale Aspekt der Fachmesse. Als internationales Unternehmen mit einem weltumspannenden Netzwerk ist die Messe Frankfurt dafür der richtige Partner.“ Die Cleanzone widmet sich 2017 gleich zwei Wachstumsregionen: dem Nahen Osten und Südafrika. Der Nahe Osten und besonders der Iran entpuppen sich für viele Akteure gerade aus der Reinraumbranche als besonders attraktiv. Welche Chancen bieten die Länder und welche Hürden gibt es zu überwinden? Hier sprechen beispielsweise der renommierte Iran-Experte Adnan Tabatabai, Geschäftsführer des Forschungsinstituts CARPO (Center for Applied Research in Partnership with the Orient) und Robert Hebel, GMP (Good Manufacturing Practice) Consultant mit langjährigen Beziehungen zum iranischen Markt.

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(* 2016: 86 Unternehmen aus 13 Ländern, FKM geprüft)


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